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Bei Spie sind Analysten kritischer als der Vorstand
06.11.2024 | Austria Börsenbrief Nr. 44/2024Unsere Altempfehlung Spie S.A. (ISIN FR0012757854 – Euro 33,40) hat in den ersten neun Monaten des Jahres aus eigener Sicht ein solides organisches Wachstum erzielt. Laut CEO Gauthier Louette profitierte der Anbieter von Multitechnik-Dienstleistungen in den Bereichen Mechanik und Elektrik, technisches Facility Management sowie Informations- und Kommunikationstechnologie weiterhin von strukturellen Trends wie Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz.
Dank einer führenden Position im Bereich der Übertragungs- und Verteilungsnetze verfüge man über ein hohes Maß an Planbarkeit. Louette betonte auch, dass es Spie gelungen sei, die Margen durch Preismacht, einen vorteilhaften Produktmix und eine effiziente Umsetzung weiter zu steigern. Die Wachstumsstrategie werde durch gezielte Akquisitionen unterstützt, um den Marktanteil in den bestehenden Regionen auszubauen und das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln.
Die Analysten von Jefferies und JPMorgan sehen die Geschäftsentwicklung hingegen kritischer. Jefferies verweist darauf, dass das organische Wachstum im dritten Quartal mit 1,7% unter den Erwartungen (3,9%) gelegen habe und der Umsatz damit 2% unter der Konsensprognose geblieben sei. Die Analysten merkten an, dass ein schwieriger Vergleich mit dem Vorjahresquartal sowie die Normalisierung der Aktivitäten das Wachstum gebremst hätten. JPMorgan hob auch das schwache organische Wachstum hervor, wobei der Rückgang im Glasfaserausbau in Frankreich besonders ins Gewicht fiel.
Trotz dieser Schwächen und eines Kursrückgangs von 5,3% nach Bekanntgabe der Quartalszahlen ist es ermutigend, dass der Vorstand das EBITA-Margenziel für 2024 auf mindestens 7,1% (zuvor 7,0%) angehoben hat, was einem EBITA-Wachstum von über 20% entspricht. Dies und der recht optimistische Ausblick auf das vierte Quartal veranlassen uns, den Musterdepotwert vorerst weiter zu halten. Sobald jedoch klar ist, wie es nach den US-Wahlen mit der Handelspolitik gegenüber Europa weitergeht, werden wir diese Position in Kürze neu überdenken.
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