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Pets at Home kämpft mit geschäftlichen Schwierigkeiten
01.04.2025 | Der Internationale Nr. 07/2025Zu einem Problemfall in unserer Empfehlungsliste ist leider Pets at Home Group Plc. (ISIN GB00BJ62K685 – 2,59 britische Pfund, 2,64 Euro) geworden. Eben erst hat Großbritanniens führendes Unternehmen für Haustierpflege vor einem Rückgang des Vorsteuergewinns im Geschäftsjahr 2025/2026 um etwa ein Zehntel gewarnt, bedingt durch schwache Verbrauchernachfrage und zusätzliche Kosten. Der Retail-Bereich kämpft weiterhin mit einem unsicheren Konsumumfeld, während der Vet-Bereich aufgrund des beschleunigten Ausbaus von Praxen stabil bleiben soll.
Die größten Belastungen entstehen durch rund 18 Mio. Pfund an Mehrkosten durch den Anstieg des Nationalen Mindestlohns und höhere Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung. Hinzu kommen 2 Mio. Pfund für neue Verpackungsvorschriften, 10 Mio. Pfund für die Anpassung der variablen Vergütung und 3 Mio. Pfund zusätzliche Marketingausgaben. Mit Hilfe von Materialkostensenkungen und Produktivitätssteigerungen sollen die Betriebskosten aber insgesamt nicht um mehr als 5% steigen.
Das Unternehmen prognostiziert für 2026 einen Vorsteuergewinn von 115 bis 125 Millionen Pfund, was etwa 15% unter den Marktprognosen liegt. Dennoch bleibt Pets at Home zuversichtlich und erwartet, dass ab 2026 die Kapitalaufwendungen wieder auf ein normales Niveau von rund 50 Millionen Pfund zurückkehren werden, ohne weitere außerordentliche Kosten. Zudem bekräftigt das Unternehmen die Dividendenpolitik.
Der Rückgang des Verbrauchervertrauens aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten belastet das Geschäft, da Verbraucher weniger Geld für Haustierprodukte ausgeben. Gleichzeitig wächst der Wettbewerb durch größere Non-Food-Retailer wie Supermärkte. Pets at Home setzt jedoch auf das Potenzial seines Vet-Bereichs, die Expansion im Versicherungsmarkt und eine Reduzierung der Kapitalaufwendungen, um wieder auf Wachstumskurs zu kommen.
Weil wir hoffen, dass diese Altempfehlung aus Ausgabe 15/21 die aktuellen Schwierigkeiten mittelfristig lösen kann, sind wir auf dem derzeit tiefen Kursniveau nicht bereit zu einem Ausstieg, obwohl kurzfristig noch keine nachhaltige Kurstrendwende zu erwarten ist. Nicht ausgeschlossen ist aber, dass irgendwann ein Kaufinteressent eine Übernahmeofferte lanciert.
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