Money Mail

-
Austria Börsenbrief
Erfolgreich seit 1987 -
Hanseatischer Börsendienst
Börsenerfolge seit 1961 -
Aktien-Spezialwerte
Aktienperlen aus dem Marktsegment Small Caps -
Der Internationale
Global in Gewinner-Aktien investieren -
MEIN GELD.PLUS
Für Sparer, die einmal monatlich Geld anlegen -
Money Mail
Aktiv investieren und profitieren
Bewertungsvorteile sprechen verglichen mit dem Dax für MDax und SDax
31.03.2025 | Money Mail Nr. 026/2025An den Aktienmärkten war in diesem Jahr eine Rotationsbewegung zu beobachten. Dabei wandten sich die Anleger tendenziell von den USA und stattdessen Europa und China zu. Die Marktteilnehmer diskutieren derzeit nicht nur intensiv, ob sich diese regionale Rotation weiter fortsetzen wird, sondern auch, ob es in Europa und speziell in Deutschland auch zu einer anderen Rotation dergestalt kommen wird, dass Nebenwerte den Favoritenstab von den Standardtiteln übernehmen.
Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, hat die Hessische Landesbank die Indizes Dax, MDax und SDax unter anderem hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und Sektorperformance, ihres Verhaltens im Konjunkturzyklus, ihres Auslandsumsatzes und der jeweiligen Bewertung untersucht. Mit Blick auf den Bewertungsaspekt haben die zuständigen Experten das Konzept des intern für den Dax verwendeten Bewertungsindikators, der aus den Komponenten Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Cashflow- Verhältnis, Kurs-Buchwert-Verhältnis und dem Kehrwert der Dividendenrendite besteht, auf MDax und SDax übertragen. Dies erlaubt es, die Indizes – bei aller Unterschiedlichkeit – miteinander zu vergleichen.
Dem Ergebnis dieser Analyse zufolge ist der Dax durch den dynamischen Kursanstieg der letzten Monate inzwischen aus seinem fairen Bereich nach oben ausgebrochen. Auch wenn die Überbewertung nicht so stark ausgeprägt ist wie bei den USIndizes, sind auch deutsche Blue-Chips inzwischen teuer. Dagegen bewegen sich der MDax und der SDax gerade einmal am unteren Rand des fairen Bewertungsbandes. Beide Indizes sind damit ausgesprochen moderat bewertet.
Wer also grundsätzlich an den Fortbestand der Hausse glaubt, Standardwerte allerdings mittlerweile für zu teuer hält, findet in der zweiten und dritten Reihe noch interessante Gelegenheiten, so die Hessische Landesbank. Rein aus Bewertungsgesichtspunkten ist demnach mittelfristig mit einer Outperformance von MDax und SDax zu rechnen.
Dies bedeutet wie es weiter heißt aber nicht, dass sich diese Indizes komplett vom Dax abkoppeln können. Sollte der Dax eine Korrekturphase durchlaufen – etwa, wenn es nach der jüngsten Ankündigung von Autozöllen durch die US-Administration zu einer Eskalation des Handelsstreits mit den USA käme – würden auch die mittleren und kleineren Unternehmen von dessen Schwerkraft nach unten gezogen. Outperformance von Mid- und Small-Caps hieße in diesem Fall, sie würden lediglich weniger stark fallen.
Unabhängig von kurzfristigen zyklischen Überlegungen erscheint allerdings aus Sicht des zitierten deutschen Kreditinstituts zumindest eine Beimischung sinnvoll. Dies gilt umso mehr, wenn man daran glaubt, dass die Wirtschafts- und Finanzpolitik in den kommenden Jahren zu einer Genesung des „kranken Mannes Deutschland“ beitragen wird.
Anmerkung der Redaktion: Wir sehen alles das ganz ähnlich, sind aber ehrlich gesagt momentan sehr besorgt darüber, dass die US-Zollpolitik noch viel Schaden anrichten könnte. Das ist aber nur eine Befürchtung, um die Lage besser einschätzen zu können, müsste man wissen, was wirklich langfristig geplant ist. Aber Verlässlichkeit und Planbarkeit sind keine Eigenschaften, die man Trump zuschreiben könnte. Und Unsicherheit ist bekanntlich etwas, was die Börsianer ganz und gar nicht mögen.
Interesse geweckt?
Sind Sie bereits Abonnent? Dann loggen Sie sich bitte ein.
Wenn Sie noch kein Kunde sind, wählen Sie bitte aus unseren Abo-Angeboten aus:
Themen des Money Mail Nr. 026/2025
